Diese Studie untersucht, in welchem Umfang Kandidierende zur Bundestagswahl 2021 Suchmaschinenoptimierung (SEO) auf ihren persönlichen Websites einsetzen, um ihre Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu erhöhen.
RAT wurde genutzt, um die Websites von Bundestagskandidierenden automatisiert zu erfassen, Suchergebnisse bei Google auszuwerten und SEO-Indikatoren auf den persönlichen Websites der Kandidierenden zu analysieren. Hierfür wurden die Namen der Kandidierenden automatisiert bei Google abgefragt und die zugehörigen Websites anschließend mit einem SEO-Klassifikator untersucht.
Abstract
Die Studie untersucht in einer Vollerhebung aller 6211 Kandidierenden zur Bundestagswahl 2021, inwieweit diese auf ihren persönlichen Websites im Wahlkampf Suchmaschinenoptimierung (SEO) angewandt haben. Dies ließ sich auf 93 Prozent der1372 untersuchten Websites feststellen. Auf individueller Ebene der Kandidierenden zeigt sich eine Bedeutung der Professionalisierung für die Nutzung von SEO: Wer in den Bundestageingezogen ist, nutzt eher SEO. Auf organisationsbezogener Ebene zeigt sich, dass eine Zugehörigkeit der Partei zum Parlament die SEO-Nutzung der Kandidierenden begünstigt.
Genutzte RAT-Funktionen
Scraper: Google (DE)
Klassifikatoren: SEO-Score
Publikationen
Buchbeitrag
Hinz, K., Sünkler, S., & Lewandowski, D. (2022). SEO im Wahlkampf: Welche Kandidierende durch Suchmaschinenoptimierung ihre Sichtbarkeit zu erhöhen versuchen. In Korte, K.-R. et al. (Hrsg.), Die Bundestagswahl 2021. Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-35758-0_19-1

